Kurz & bündig

Die LAG
Ausbildung in der Hauswirtschaft

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MINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALORDNUNG, FAMILIE, FRAUEN UND SENIOREN

Welttag der Hauswirtschaft 2012
Sozialministerin Altpeter: „Hauswirtschaftliche Berufe sichern Lebensqualität“
Professionelle hauswirtschaftliche Dienstleistungen werden aufgrund der demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen immer wichtiger. Mit ihren individuell zugeschnittenen Versorgungs-, Betreuungs- und Serviceleistungen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Menschen haben hauswirtschaftliche Berufe wesentliche Auswirkungen auf deren Lebensqualität.

Darauf hat Sozialministerin Katrin Altpeter anlässlich des Welttages der Hauswirtschaft (21. März) hingewiesen.
„Die hauswirtschaftliche Berufsbildung und damit die Sicherung der hauswirtschaftlichen Versorgung im Land haben für mich einen großen Stellenwert. Denn hauswirtschaftliche Berufe haben nicht nur Zukunft – sie gestalten auch Zukunft“, bekräftigte Katrin Altpeter. Allerdings, so die Ministerin, müssten die beruflichen Kernkompetenzen viel selbstbewusster dargestellt werden - denn Hauswirtschaft könne eben nicht jeder.
„Die Anpassung der hauswirtschaftlichen Betreuungs-und Versorgungsleistungen an neue Wohnformen, die Zusammenarbeit an der Nahtstelle von hauswirtschaftlichen und pflegerischen Leistungen und in der Versorgung und Betreuung sind wichtige künftige Aufgabenfelder. Auch die sich wandelnden Vorstellungen von Lebensqualität und Dienstleistungsqualität in der Gesellschaft sind Herausforderungen, die fortgeschrittene Kenntnisse und Innovationsfähigkeit verlangen.
Durch die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit unseren hauswirtschaftlichen Verbänden, Einrichtungsträgern, Ausbildungsstätten und Schulen im Land sind wir auf einem guten Weg, diesen Anforderungen gerecht zu werden“, erklärte die Ministerin.
Den Welttag der Hauswirtschaft nahm Sozialministerin Altpeter zum Anlass, um allen in der Hauswirtschaft Engagierten für ihr haupt- und ehrenamtliches Engagement zu danken. „Ich bin zuversichtlich“, so die Ministerin, „dass unsere geplante Werbe- und Informationskampagne für die Pflege-, Sozial- und hauswirtschaftlichen Berufe eine gute Grundlage sein wird, um für hauswirtschaftliche Berufe zu werben. Die Botschaft ist klar: auf diese Berufe kann man stolz sein!“
Zusätzliche Informationen:
Der Welttag der Hauswirtschaft wurde 1982 vom Internationalen Verband für Hauswirtschaft (IVHW) initiiert und weist einmal jährlich auf die besondere Bedeutung der Hauswirtschaft für die Lebensqualität der Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen hin.
Oberste Landesbehörde – und damit Fachaufsichtsbehörde - für die Berufsbildung in der Hauswirtschaft ist das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg. Sofern die Ausbildung in landwirtschaftlichen Betrieben erfolgt, ist das Ministerim für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg oberste Landesbehörde.
Im Geschäftsbereich des Sozialministeriums bilden ca. 600 Betriebe aus. Zum Stichtag 31.12.2011 wurden 630 Ausbildungsverträge im Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/in registriert. Die Mehrzahl der Ausbildungsbetriebe bilden Altenhilfeeinrichtungen. Die Anerkennung von Betrieben, die Überwachung der Ausbildereignung sowie Prüfungsorganisation fallen in das Aufgabengebiet des Regierungspräsidiums Tübingen, als zuständige Stelle für die Berufsbildung der Hauswirtschaft.
Weitere Informationen rund um die hauswirtschaftliche Aus- und Fortbildung finden Sie unter http://www.sozialministerium-bw.de/ (Gesundheit/Gesundheits-, Pflege-, Sozial- und hauswirtschaftliche Berufe) und unter www.rp-tuebingen.de (Ausbildung).

Welt-Hauswirtschaftstag 21. März 2012

„Gestaltungskompetenz durch Hauswirtschaft: Bildung für einen nachhaltigen Lebensstil“

Die Vereinten Nationen haben für die Jahre 2005 bis 2012 die Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen. Diese Weltdekade befasst sich mit allen drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung: Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Ziel ist es, „Menschen zu helfen, Einstellungen, Fähigkeiten und Kenntnisse zu entwickeln, um jetzt und in der Zukunft, auf Informationen begründete Entscheidungen zu Gunsten von sich selbst und anderen zu treffen und auf Grundlage diese Entscheidungen zu handeln.“ (UNESCO – Bildung für nachhaltige Entwicklung)
Die Elemente der nachhaltigen Entwicklung sollten als Ganzes gesehen werden, die sich gegenseitig beeinflussen. Langfristig ist eine wirtschaftliche oder gesellschaftliche Entwicklung auf einem Planeten, dessen Rohstoffe ausgebeutet werden, nicht möglich. Deshalb steht umweltpolitische Aufklärung im Mittelpunkt der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ökologische Nachhaltigkeit ist einer der Schlüssel zu einer insgesamt nachhaltigen Entwicklung und erreicht die acht Millenniumsziele der Vereinten Nationen.
Familien und Haushalte sind grundlegende Akteure der Gesellschaften und Volkswirtschaften. Sie sind vor allem verantwortlich für das Ressourcen-Management und den nachhaltigen Konsum auf Haushaltsebene.
Hauswirtschaftliche Bildung konzentriert sich nicht nur auf das eigene Heim oder den Haushalt, sondern bezieht das weitere Umfeld mit ein. Aus der Sicht der Hauswirtschaft wirken die Leistungsfähigkeit, die Wahlmöglichkeiten und Prioritäten von Individuen und Familien auf allen Ebenen, vom Haushalt über die lokale Ebene bis zur globalen Gemeinschaft.
Hauswirtschaft als Unterrichtsfach gibt konkrete Rahmen und Inhalte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Diese Kombination von Hauswirtschaft und nachhaltiger Entwicklung ist sowohl im Bereich Schule, als auch in der Erwachsenenbildung und anderen Ausbildungsprogrammen nützlich.
Kultur, Werte und Traditionen bestimmen die Entscheidungen von Familien und Haushalten sowohl in entwickelten als auch sich entwickelnden Ländern. Überall auf der Welt ist ein neues Bewusstsein hinsichtlich ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen notwendig.
Bildung wird als wichtigste Voraussetzung für Familien und Haushalte gesehen, um ihr Leben zu verbessern. Für die Gesellschaften ist Bildung wichtig, um die Millennium-Entwicklungsziele zu erreichen.
Hauswirtschaftliche Bildung befähigt Familien und Haushalte:
• Armut und Hunger zu überwinden;
• einen nachhaltigen Lebensstil und eine nachhaltige Lebensgrundlage zu verwirklichen;
• einen Beitrag, zur nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaften beizutragen und
• achtsam als verantwortungsbewusste Bürger zu handeln.
Der Internationale Verband für Hauswirtschaft e.V. (IVHW) ist die einzige weltweite Organisation, die sich mit Fragen der Haushaltsführung und Verbraucherfragen beschäftigt. Er hat sich der Vermittlung hauswirtschaftlicher Bildung verpflichtet, um einen nachhaltigen Lebensstil und ein ausreichendes Auskommen zu realisieren. Der IVHW ist eine internationale Nicht-Regierungsorganisation (INGO) mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen (ECOSOC, FAO, UNESCO, UNICEF) und akkreditiert beim UN Department of Public Information.

Internationale Verband für Hauswirtschaft e.V. (IVHW)

Hauswirtschaft schafft Lebensqualität

Bundesleistungswettbewerb für Auszubildende in der Hauswirtschaft - Baden-Württemberg ist Spitze!

Die beste Hauswirtschafterin kommt aus Baden-Württemberg

Vom 25. - 27. März 2011 fand unter der Schirmherrschaft von Minister Dr. Bernd Althusmann vom Niedersächsischen Kultusministerium der 22. Bundesleistungswettbewerb für Auszubildende in der Hauswirtschaft in Osnabrück, statt.
" Hauswirtschaft schafft Lebensqualität – Markt mit Zukunft" - Mit dieser Thematik beschäftigten sich die 20 Teilnehmerinnen und 1 Teilnehmer aus 11 Bundesländern im Rahmen des Wettbewerbs.
Alle 22 Teilnehmerhatten sich bereits in ihren Bundesländern durch Spitzenleistungen im Landeswettbewerb die Teilnahme in Osnabrück errungen. 

Die Hauswirtschaft kann stolz auf ihren Nachwuchs sein!

Der Gesamtsieg ging an Joanna Stadler aus Baden-Württemberg.

Als besondere Auszeichnung erhielten die erste und zweite Siegerin den Europäischen Preis des Beirats für Internationale Fragen der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh) / Deutsche Sektion des IVHW:

Die Teilnehmer haben ihre Stärken in folgenden Disziplinen bewiesen:
• Theorie: Fragen zu Allgemeinbildung, Wirtschafts- und Sozialkunde, Versorgungsleistungen und Betreuungsleistungen.
• Teamarbeit: Das Tagungshaus Haste ist für das Wochenende vollständig ausgebucht. Bankmanager treffen sich zu ihrer Jahrestagung. Aufgrund eines Streiks fällt die Hauswirtschaft aus. Schildern Sie die Zustände im Tagungshaus! Welche Erkenntnisse nehmen die Tagungsteilnehmer mit nach Hause?
• Präsentation: Zeigen Sie zukunftsträchtige Einsatzmöglichkeiten für Hauswirtschafterinnen und entwickeln Sie ein Marketingkonzept.
• Nahrungszubereitung: Sie arbeiten als Hauswirtschafterin in einem neu errichteten Mehrgenerationenhaus in Osnabrück-Haste. Im Rahmen der Eröffnungsfeier wird den Gästen ein kalt-warmes Büffet angeboten. Stellen Sie für dieses Büffet verschiedene Komponenten für je 8 Personen her.

Die für das Berufsfeld unersetzlichen Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit, Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit und Aufgeschlossenheit spielten bei der Bewertung eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Hauswirtschaft ist ein moderner Dienstleistungsberuf und die jungen Teilnehmer des Wettbewerbs sind motiviert, Karriere zu machen und selbstbewusst ihren Weg zu gehen.
Bei der Siegerehrung würdigte der Schulleiter der gastgebenden Berufsfachschule, Herr Befeldt, Frau Ulla Groskurt MdL, sowie Prof. Dr. Almut Niehage von der benachbarten Hochschule Osnabrück die Einsatz- und Leistungsbereitschaft der jungen Leute.
Die Landtagsabgeordnete, Frau Ulla Groskurt brachte es auf den Punkt: "Hauswirtschaft bewegt Gesellschaft und Wirtschaft". Hauswirtschaftliche Bildung hat daher eine hohe gesellschaftspolitische Bedeutung.
Hauswirtschaft ist eine professionelle, versorgungsintensive und personenbezogene Leistung für verschiedene Haushaltsformen. Die Neuausrichtung des Berufsbildes entspricht den Anforderungen einer modernen Dienstleistungsgesellschaft, die individuelle und auf die Bedürfnisse von Menschen abgestimmte Serviceleistungen verlangt. Dabei weist die erlernte Hauswirtschaft eine Kette von Qualitätsmerkmalen hauswirtschaftlicher Leistungen auf, die sich mit Qualitätsmerkmalen anderer Dienstleistungsberufe vergleichen lassen."
Veranstalter des Bundesleistungswettbewerbs für Auszubildende in der Hauswirtschaft ist der Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe MdH e. V. (www.verband-mdh.de). Der Bundesleistungswettbewerb wird jedes Jahr zeitgleich zum Welttag der Hauswirtschaft (21. März) veranstaltet.
2012 findet er in Rheinland-Pfalz in Koblenz statt und 2013 wird er in Baden-Württemberg ausgetragen.






Welthauswirtschaftstag am 21. März 2011
Hauswirtschaft - Kompetenzen stärken im digitalen Zeitalter
Internationales Jahr der Jugend: Dialog und gegenseitiges Verständnis
Als eine internationale Nicht-Regierungsorganisation fokussiert der Internationale Verband für Hauswirtschaft e.V. (IVHW) nicht nur aktuelle Herausforderungen sondern auch auf die Verbesserung der Zukunft. Aufgabe des IVHW und seiner Mitglieder ist es, sich an der Zukunftsgestaltung aktiv einzubringen um negative Entwicklungen zu minimieren und neue Möglichkeiten zu nutzen. Dies sind wichtige Aufgaben der Haushaltswissenschaft und Hauswirtschaft. Sowohl die digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien als auch die Ziele des Internationalen Jahr der Jugend sind eng mit der Zukunft verknüpft. Basierend auf der UN Resolution A/RES/64/134 wurde das “International Year of Youth: Dialogue and Mutual Understanding“, August 2010 - Juli 2011 verkündet.

Als Zielsetzungen des Internationalen Jahres der Jugend wurden vereinbart:

Der Internationale Verband für Hauswirtschaft e.V. (IVHW) ist die einzige weltweite Organisation, die sich mit Fragen der Haushaltsführung und Verbraucherfragen beschäftigt. Der IVHW ist eine internationale Nicht-Regierungsorganisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen (ECOSOC, FAO, UNESCO, UNICEF) und dem Europarat.

Einige der 15 vorrangingen Handlungsfelder des Weltprogrammes für die Jugend entsprechen den Zielen und Aktivitäten des IVHW. Dazu zählen die Bereiche Bildung, Hunger und Armut, Gesundheit, Umwelt, Mädchen und junge Frauen, Partizipation sowie Information- und Kommunikationstechnologien.

Der IVHW unterstützt das “Internationale Jahr der Jugend zum Thema: Dialog und gegenseitiges Verständnis” und ruft die Expertinnen und Experten der Haushaltswissenschaft und Hauswirtschaft in allen Handlungsfeldern auf, sich aktiv für diese Ziele einzusetzen.

Dies kann geschehen:

Der IVHW fördert Schüler und Studierende sowie junge Fachkräfte im Berufsfeld der Haushaltswissenschaft und Hauswirtschaft durch sein Young Professionals Network (YPN). Es bietet Young Professionals internationale Netzwerkmöglichkeiten und Aktivitäten in internationalen Projekten.

Mit verschiedenen Aktivitäten unterstützt der IVHW weltweit den Aufruf des UNO Generalsekretärs Ban Ki-moon, dass die „Jungend unseren vollen Einsatz verdient – vollständigen Zugang zu Bildung, adäquatem Gesundheitssystem, Beschäftigungsmöglichkeiten, Finanzservice und vollständige Partizipation am öffentlichen Leben.“
 IVHW


Feierliche Verleihung der Meisterbriefe

an die Meisterinnen und den Meister der Hauswirtschaft

Samstag, 2. Oktober 2010

Neues Schloss in Stuttgart

durch Frau Ministerin Dr. Monika Stolz

 

20 Meisterinnen der Hauswirtschaft des Prüfungsjahrgangs 2010
im Regierungsbezirk Stuttgart:
Mildred-Scheel-Schule Böblingen und
Justus-von-Liebig-Schule Göppingen


12 Meisterinnen und der Meister der Hauswirtschaft des
Prüfungsjahrgangs 2010
im Regierungsbezirk Karlsruhe
des Deutschen Hausfrauenbundes - Netzwerk Haushalt
 Ortsverband Mannheim e.V.


14 Meisterinnen der Hauswirtschaft des Prüfungsjahrgangs 2010
im Regierungsbezirk Freiburg
Berufsschulzentrums Radolfzell


3 Meisterinnen der Hauswirtschaft des Prüfungsjahrgangs 2010
im Regierungsbezirk Tübingen
Justus-von-Liebig-Schule Markdorf




Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft anlässlich des 10-jährigen Bestehens

Neue Wohnformen - Herausforderung für die Hauswirtschaft
14.11.2009 Peter-Bruckmann-Schule Heilbronn

Neue Wohnformen brauchen die Kompetenzen der hauswirtschaftlichen Berufe

LAG Hauswirtschaft fordert Berücksichtigung hauswirtschaftlicher Fachkräfte in der Heimpersonalverordnung

Neue Wohnformen wie Haus- und Wohngemeinschaftskonzepte, in denen hauswirtschaftliche Dienstleistungen im Focus der konzeptionellen Überlegungen stehen, finden in immer mehr Altenhilfeeinrichtungen Einzug. Darauf wies der stellv Referatsleiter im Sozialministerium Baden-Württemberg, Dr. Peter Messmer vor über 100 Teilnehmern hin. Durch die Einbeziehung der Bewohner in die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wird ein wesentlicher Beitrag zur „Normalität“ und zur Tagesstrukturierung geleistet. Immer mehr Einrichtungen holen die ausgelagerten hauswirtschaftlichen Dienste wieder in die Einrichtungen zurück, um das „Alltagshandeln“ wieder mehr in den Vordergrund zu rücken.

Diese positive Entwicklung bestätigte auch Esther Bischoff, Hauswirtschaftliche Leiterin eines großen Seniorenzentrums und wies darauf hin, dass das Alter in Einrichtungen auch vor allem Wohnalltag sein sollte. Die veränderten Rollen von Hauswirtschaft und Pflege in den neuen Wohnformen im Alter und über deren Schnittmengen referierte Manfred Schall vom Diakonischen Werk Württemberg, der darauf hinwies, dass eine Anrechung von hauswirtschaftlichen Fachkräften in der noch zu erarbeitenden Heimpersonalverordnung durch das Sozialministerium B.-W. dazu beitragen könnte, dass vermehrt Fachkräfte zum Einsatz kommen. Dafür treten auch die hauswirtschaftlichen Verbände in der LAG ein und fordern in der anstehenden Heimpersonalverordnung eine Flexibilisierung der Fachkraftquote sowie eine verbindliche Regelung zur Mindestbesetzung der Heime mit einer hauswirtschaftlichen Fachkraft. Das Positionspapier ist auf der Homepage der LAG HW: www.lag-hw-bw.de.eingestellt.

Die Vielfalt und Entwicklung der hauswirtschaftlichen Aus- und Fortbildungsberufe in Baden-Württemberg stellte Anja Schäfer von der Zuständigen Stelle für die Berufsbildung in der Hauswirtschaft beim Regierungspräsidium Tübingen dar.

Als für die Betreuung von Senioren und insbesondere für Demenz erkrankte Menschen, prädestiniert, stellte Monika Preimel-Endlich vom Fortbildungszentrum Triesdorf (Bayern) das Berufsbild der Fachhauswirtschafterin vor, die durch Zusatzqualifikationen für die Anforderungen wie sie im Umgang mit betagten Menschen mit unterschiedlichen physischen oder psychischen Beeinträchtigungen gegeben sind, bestens vorbereitet ist. Darauf wiesen auch die anderen Referentinnen hin.
Leider werde derzeit in Baden-Württemberg diese Weiterbildung nicht angeboten.
Vielmehr hat sich eine Vielzahl von Schnell-Qualifizierungen zur Präsenzkraft, Alltagsbetreuerin, Betreuungsassistentin usw. etabliert. Diese Assistenztätigkeiten würden zwar benötigt, aber sie sind zu unterscheiden von fachlich anspruchsvollen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben mit entsprechender Kompetenz hauswirtschaftlicher Fach- und Führungskräfte.

In ihrem schriftlichen Grußwort dankte Ministerin Dr. Monika Stolz, MdL, Ministerium für Arbeit und Soziales der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft, die durch ihr vielseitiges Wirken die Bedeutung der Hauswirtschaft für Familie und Gesellschaft, der hauswirtschaftlichen Berufe insgesamt und der Qualitätsanforderungen in der Aus- und Fortbildung stets in den Fokus gerückt habe. In diesen gemeinsamen Positionen wie auch in dem Ziel einer qualitativ hochwertigen Betreuung und Versorgung von Menschen sowohl im Bereich der Pflege als auch im Bereich der hauswirtschaftlichen Dienst- und Betreuungsleistungen sei die LAG Hauswirtschaft weiterhin ein wichtiger und verlässlicher Partner, so die Ministerin.

Positionen der LAG HW BW

Positionspapier der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Baden-Württemberg e.V. (LAG HW BW) zur Rechtsverordnung nach § 3 Abs. 2 Landesheimgesetz

Die Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Baden-Württemberg e.V. fordert vor dem Hintergrund der Zunahme neuer Wohnformen in Einrichtungen wie Haus- und Wohngruppen die Erweiterung des Begriffs der Fachkraft im Sinne von § 11 Abs. 2 Nr. 3 Landesheimgesetz auf hauswirtschaftlichen Fachkräfte und somit einen auf die konzeptionellen Erfordernisse dieser Wohn- und Betreuungsformen flexiblen und bedarfsentsprechenden Personaleinsatz.

Um eine „dem allgemein anerkannten Stand der fachlichen Erkenntnisse entsprechende Qualität des Wohnens und der Betreuung zu sichern“ (§ 2, Abs. 5 Landesheimgesetz) fordert die Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Baden-Württemberg weiterhin eine verbindliche Verpflichtung der Heime zur Beschäftigung von mindestens einer hauswirtschaftlichen Führungskraft abhängig von der Größe der Einrichtung.

Zur Begründung

Nach § 2 Abs. 1(5) ist es Zweck des neuen Heimgesetzes, eine dem allgemein anerkannten Stand der fachlichen Erkenntnisse entsprechende Qualität des Wohnens und der Betreuung zu sichern. Seit einigen Jahren gewinnen neue Wohnformen wie Hausgemeinschafts- und Wohngruppenkonzepte für alte Menschen sowie Pflegebedürftige immer mehr an Bedeutung. Die Alltagsorientierung und damit auch die Orientierung an hauswirtschaftlichen Tätigkeiten ist elementarer Bestandteil dieser Konzepte. In diesen Konzepten ist die klassische Arbeitsteilung zwischen Pflege und Hauswirtschaft in weiten Teilen aufgelöst. Durch die Einbeziehung der Bewohner in hauswirtschaftliche Tätigkeiten wird ein wesentlicher Beitrag zu deren Tagesstrukturierung geleistet. Pflegerische Tätigkeiten müssen bei diesen Wohnformen nach wie vor im erforderlichen Umfang qualifiziert erbracht werden, stehen aber nicht mehr wie bisher im Vordergrund. Daher ist es dringend erforderlich, den Begriff der Fachkraft je nach konzeptionellen Erfordernissen der Wohn- und Betreuungsformen weiter zu fassen und um hauswirtschaftliche Fachkräfte zu erweitern.

Insbesondere die neuen Wohnformen in Altenhilfeeinrichtungen erfordern ein angebotsspezifisches Personalkonzept, das neben Pflegefachkräften verstärkt hauswirtschaftliche Fachkräfte beinhalten muss. Hauswirtschaftliche Fachkräfte übernehmen in diesen Wohnformen eigenständig die hauswirtschaftliche Versorgung und Maßnahmen der sozialen Betreuung.
In einigen Bundesländern wird dies schon praktiziert. In Bayern wird die Geprüfte Fachhauswirtschafter/in sowie auch die Familienpfleger/in und Dorfhelfer/in in Verbindung von hauswirtschaftlicher Versorgung und Alltagsbetreuung älterer Menschen, z.B. bei Hausgemeinschaften und Wohngruppen, heute schon als Fachkraft für soziale Betreuung anerkannt. Auch das neue Wohn- und Teilhabegesetz in Nordrhein-Westfalen fordert die Mindestbesetzung mit einer hauswirtschaftlichen Betreuungskraft.

Das Landesheimgesetz stellt im § 11 Abs. 1 die hauswirtschaftliche Versorgung und die angemessene Qualität des Wohnens als Anforderung an den Betrieb eines Heimes. Dabei muss der Träger des Heimes sicherstellen, „dass die Zahl der Beschäftigten und ihre persönliche und fachliche Eignung für die von ihnen zu leistenden Tätigkeiten ausreicht“ (§ 11, Abs. 2, Nr. 2). Nach § 3 Abs. 1 sind die Heimträger verpflichtet, ihre Leistungen nach dem jeweils allgemein anerkannten Stand fachlicher Erkenntnisse zu erbringen.

Zur hauswirtschaftlichen Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner eines Heimes gehört der Umgang mit einer Vielzahl von rechtlichen Forderungen. Im Bereich der Hygiene und Arbeitssicherheit sind verpflichtend Schulung und Unterweisung der Mitarbeiter/innen zu gewährleisten. Eine sachgerechte Leistungserstellung erfordert die Festlegung der zu erstellenden Leistungen nach Art, Umfang und Qualität. Hierbei spielen neben ernährungswissenschaftlichen, hygienischen und ästhetischen Kriterien auch ökonomische Gesichtspunkte für eine wirksame und wirtschaftliche Leistungserstellung eine wichtige Rolle.

Die Sozialgesetzgebung verlangt, ein betriebsinternes Qualitätsmanagementsystem zu erstellen und weiter zu entwickeln. Mitarbeiter/innen müssen zur verantwortlichen Durchführung der Dokumentation der Leistungsangebote und -prozesse motiviert werden.

Die Qualität der hauswirtschaftlichen Versorgung wird seit 2005 durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) geprüft. So fordern die Prüfrichtlinien eine schriftliche hauswirtschaftliche Konzeption. Hier werden die Konzepte für Speisenversorgung (Auswahl, zeitliches Angebot); Wäscheversorgung (Umgang mit persönlicher Wäsche) oder Pflege der Wohnumgebung (Rücksicht auf die persönlichen Gewohnheiten von Bewohnern bei der Arbeitsgestaltung) bereits explizit gefordert und die Ausführungen auch in der Praxis überprüft. Um eine solche hauswirtschaftliche Konzeption für eine Einrichtung zu entwickeln, zu etablieren und immer wieder den Veränderungen im Heimalltag anzupassen werden im hauswirtschaftlichen Bereich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt, die die dazu erforderliche Fachkompetenz mitbringen.

Ergänzend verweisen wir auf einige Veröffentlichungen, auf die sich diese Forderungen stützen und die Argumente für eine angemessene Personalbemessung in der Hauswirtschaft bekräftigen:

Qualitätssicherung und Personalausstattung in der Hauswirtschaft und im Schnittstellenbereich Hauswirtschaft/Pflege von stationären Altenhilfeeinrichtungen“ des Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen in Bayern, der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Bayern, der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern, der Verband der Bayerischen Bezirke sowie des Bundesverbandes der privaten Anbieter sozialer Dienst e.V., Landesgruppe Bayern“:

Hier werden eine Flexibilisierung der Personalausstattung zwischen Hauswirtschaft und Pflege im Schnittstellenbereich empfohlen sowie Personalanhaltszahlen für die Hauswirtschaft empfohlen (zum Beispiel für die Abteilungsleitung Hauswirtschaft ein Verhältnis von 1:200). Für die Flexibilisierung spricht zum Beispiel die Entlastung der Pflegekräfte von Schnittstellentätigkeiten, um sich stärker eigentlichen pflegerischen Aufgaben widmen zu können (S. 92).