Fortbildungsangebot zur geprüften Fachhauswirtschafterin/zum Fachhauswirtschafter
Mit einem breiten Angebot an kompetenten Aus- und
Fortbildungsmöglichkeiten ist das Land in allen hauswirtschaftlichen
Berufen auf künftige Entwicklungen gut vorbereitet
18.03.2011„Die
zunehmende Zahl älterer Menschen wird dazu führen, dass
hauswirtschaftliche Leistungen künftig noch mehr nachgefragt werden. In
Privathaushalten wie in stationären Einrichtungen sind dafür zunehmend
Profis gefragt“, sagte Sozialministerin Dr. Monika Stolz im Vorfeld des
Welttags der Hauswirtschaft am Freitag (18.3.) in Stuttgart.
Professionelle hauswirtschaftliche Qualität sei allerdings nur durch
eine qualifizierte Berufsausbildung zu erreichen. „Mit einem breiten
Angebot an kompetenten Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten ist das Land
in allen hauswirtschaftlichen Berufen auf künftige Entwicklungen gut
vorbereitet. Dieses Fortbildungsangebot werden wir aber weiter
ausbauen“, sagte Monika Stolz. Gemeinsam mit dem Kultusministerium solle
ab dem Schuljahr 2011/12 in jedem Regierungsbezirk an einer
Berufsfachschule für Zusatzqualifikationen die Fortbildung zur geprüften
Fachhauswirtschafterin/zum geprüften Fachhauswirtschafter modellhaft
angeboten werden.
Bei der/dem Geprüften Fachhauswirtschafterin/Fachhauswirtschafter
handelt es sich um eine hauswirtschaftliche Fachkraft, die an der
Schnittstelle Hauswirtschaft und Pflege, insbesondere in den neuen
Wohnformen für ältere Menschen in stationären Einrichtungen, aber auch
in ambulanten Pflege- und Sozialdiensten oder Einrichtungen der
Behindertenhilfe tätig sein kann. Einsatzschwerpunkte sind dabei die
hauswirtschaftliche Versorgung, die soziale Betreuung und die Alltags-
und Lebensweltgestaltung. Darüber hinaus wird die Geprüfte
Fachhauswirtschafterin/ der Geprüfte Fachhauswirtschafter für die
Ausübung grundpflegerischer Tätigkeiten ausgebildet.
„Wir brauchen Fachkräfte, die den neuen Anforderungen gerecht werden.
Wir brauchen aber auch ein weiterhin gutes Zusammenwirken aller Akteure
auf allen Ebenen um die Qualität der hauswirtschaftlichen
Dienstleistungen zu sichern und junge Menschen für die interessanten und
modernen hauswirtschaftlichen Berufe zu begeistern. Dabei sind die
hauswirtschaftlichen Verbände im Land für uns weiterhin wichtige und
wertvolle Partner, für deren ehrenamtliches Engagement ich heute
anlässlich des Welttags der Hauswirtschaft meine große Anerkennung
aussprechen möchte, betonte die Ministerin.
Folgende Schulen bieten eine Fortbildung zur Fachhauswirtschafterin/zum Fachhauswirtschafter an:
- Peter-Bruckmann-Schule, Alfred-Finkbeiner-Straße 2, 74072 Heilbronn
- Elisabeth-Selbert-Schule, Steinhäuserstraße 25-27, 76135 Karlsruhe
- Edith-Stein-Schule, Bissierstraße 17, 79114 Freiburg
- Laura-Schradin-Schule, Bismarckstraße 17, Reutlingen
Im Geschäftsbereich des Sozialministeriums bilden aktuell ca. 580
Betriebe im Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/in aus. Zum Stichtag
31.12.2010 wurden 676 Ausbildungsverträge im Ausbildungsberuf
Hauswirtschafter/in registriert. Die Mehrzahl der Ausbildungsbetriebe
bilden Altenhilfeeinrichtungen. Die Anerkennung von Betrieben, die
Überwachung der Ausbildereignung sowie Prüfungsorganisation fallen in
das Aufgabengebiet des Regierungspräsidiums Tübingen, als zuständige
Stelle für die Berufsbildung der Hauswirtschaft.
Weitere Informationen rund um die hauswirtschaftliche Ausbildung finden Sie unter www.sm.baden-wuerttemberg.de/de/Hauswirtschaftliche_Berufe/199319.html und unter www.rp-tuebingen.de/servlet/PB/menu/1063486/index.html.
Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg
Hauswirtschaft schafft Lebensqualität
Bundesleistungswettbewerb für Auszubildende in der Hauswirtschaft - Süddeutschland zeigte die höchste Qualität:
Die beste Hauswirtschafterin kommt aus Baden-Württemberg
Vom 25. - 27. März 2011 fand unter der Schirmherrschaft von Minister Dr. Bernd Althusmann vom Niedersächsischen Kultusministerium der 22. Bundesleistungswettbewerb für Auszubildende in der Hauswirtschaft in Osnabrück, statt.
" Hauswirtschaft schafft Lebensqualität – Markt mit Zukunft" - Mit dieser Thematik beschäftigten sich die 20 Teilnehmerinnen und 1 Teilnehmer aus 11 Bundesländern im Rahmen des Wettbewerbs.
Alle 22 Teilnehmerhatten sich bereits in ihren Bundesländern durch Spitzenleistungen im Landeswettbewerb die Teilnahme in Osnabrück errungen.
Die Hauswirtschaft kann stolz auf ihren Nachwuchs sein!
Der Gesamtsieg ging an Joanna Stadler aus Baden-Württemberg.
Als besondere Auszeichnung erhielten die erste und zweite Siegerin den Europäischen Preis des Beirats für Internationale Fragen der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh) / Deutsche Sektion des IVHW:
Die Teilnehmer haben ihre Stärken in folgenden Disziplinen bewiesen:
• Theorie: Fragen zu Allgemeinbildung, Wirtschafts- und Sozialkunde, Versorgungsleistungen und Betreuungsleistungen.
• Teamarbeit: Das Tagungshaus Haste ist für das Wochenende vollständig ausgebucht. Bankmanager treffen sich zu ihrer Jahrestagung. Aufgrund eines Streiks fällt die Hauswirtschaft aus. Schildern Sie die Zustände im Tagungshaus! Welche Erkenntnisse nehmen die Tagungsteilnehmer mit nach Hause?
• Präsentation: Zeigen Sie zukunftsträchtige Einsatzmöglichkeiten für Hauswirtschafterinnen und entwickeln Sie ein Marketingkonzept.
• Nahrungszubereitung: Sie arbeiten als Hauswirtschafterin in einem neu errichteten Mehrgenerationenhaus in Osnabrück-Haste. Im Rahmen der Eröffnungsfeier wird den Gästen ein kalt-warmes Büffet angeboten. Stellen Sie für dieses Büffet verschiedene Komponenten für je 8 Personen her.
•
Die für das Berufsfeld unersetzlichen Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit, Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit und Aufgeschlossenheit spielten bei der Bewertung eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Hauswirtschaft ist ein moderner Dienstleistungsberuf und die jungen Teilnehmer des Wettbewerbs sind motiviert, Karriere zu machen und selbstbewusst ihren Weg zu gehen.
Bei der Siegerehrung würdigte der Schulleiter der gastgebenden Berufsfachschule, Herr Befeldt, Frau Ulla Groskurt MdL, sowie Prof. Dr. Almut Niehage von der benachbarten Hochschule Osnabrück die Einsatz- und Leistungsbereitschaft der jungen Leute.
Die Landtagsabgeordnete, Frau Ulla Groskurt brachte es auf den Punkt: "Hauswirtschaft bewegt Gesellschaft und Wirtschaft". Hauswirtschaftliche Bildung hat daher eine hohe gesellschaftspolitische Bedeutung.
Hauswirtschaft ist eine professionelle, versorgungsintensive und personenbezogene Leistung für verschiedene Haushaltsformen. Die Neuausrichtung des Berufsbildes entspricht den Anforderungen einer modernen Dienstleistungsgesellschaft, die individuelle und auf die Bedürfnisse von Menschen abgestimmte Serviceleistungen verlangt. Dabei weist die erlernte Hauswirtschaft eine Kette von Qualitätsmerkmalen hauswirtschaftlicher Leistungen auf, die sich mit Qualitätsmerkmalen anderer Dienstleistungsberufe vergleichen lassen."
Veranstalter des Bundesleistungswettbewerbs für Auszubildende in der Hauswirtschaft ist der Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe MdH e. V. (www.verband-mdh.de). Der Bundesleistungswettbewerb wird jedes Jahr zeitgleich zum Welttag der Hauswirtschaft (21. März) veranstaltet.
2012 findet er in Rheinland-Pfalz in Koblenz statt und 2013 wird er in Baden-Württemberg ausgetragen.
Welthauswirtschaftstag am 21. März 2011Hauswirtschaft - Kompetenzen stärken im digitalen ZeitalterInternationales Jahr der Jugend: Dialog und gegenseitiges VerständnisAls
eine internationale Nicht-Regierungsorganisation fokussiert der
Internationale Verband für Hauswirtschaft e.V. (IVHW) nicht nur aktuelle
Herausforderungen sondern auch auf die Verbesserung der Zukunft.
Aufgabe des IVHW und seiner Mitglieder ist es, sich an der
Zukunftsgestaltung aktiv einzubringen um negative Entwicklungen zu
minimieren und neue Möglichkeiten zu nutzen. Dies sind wichtige Aufgaben
der Haushaltswissenschaft und Hauswirtschaft. Sowohl die digitalen
Informations- und Kommunikationstechnologien als auch die Ziele des
Internationalen Jahr der Jugend sind eng mit der Zukunft verknüpft.
Basierend auf der UN Resolution A/RES/64/134 wurde das “International
Year of Youth: Dialogue and Mutual Understanding“, August 2010 - Juli
2011 verkündet.
Als Zielsetzungen des Internationalen Jahres der Jugend wurden vereinbart:
- Stärkung der nationalen Anstrengungen zur Förderung der Jugend,
- Verbesserung der Qualität und Quantität der Möglichkeiten für die
Jugend um ihnen eine effektive und konstruktive Teilnahme an der
Gesellschaft zu ermöglichen und
- durch Aktionen auf allen Ebenen
jungen Menschen die Ideale des Friedens, der Freiheit, des Fortschritts,
der Solidarität sowie Grundsätze und Ziele der Entwicklung, inklusive
der Millennium Development Goals der Vereinten Nationen zu vermitteln.
Der
Internationale Verband für Hauswirtschaft e.V. (IVHW) ist die einzige
weltweite Organisation, die sich mit Fragen der Haushaltsführung und
Verbraucherfragen beschäftigt. Der IVHW ist eine internationale
Nicht-Regierungsorganisation mit beratendem Status bei den Vereinten
Nationen (ECOSOC, FAO, UNESCO, UNICEF) und dem Europarat.
Einige
der 15 vorrangingen Handlungsfelder des Weltprogrammes für die Jugend
entsprechen den Zielen und Aktivitäten des IVHW. Dazu zählen die
Bereiche Bildung, Hunger und Armut, Gesundheit, Umwelt, Mädchen und
junge Frauen, Partizipation sowie Information- und
Kommunikationstechnologien.
Der IVHW unterstützt das
“Internationale Jahr der Jugend zum Thema: Dialog und gegenseitiges
Verständnis” und ruft die Expertinnen und Experten der
Haushaltswissenschaft und Hauswirtschaft in allen Handlungsfeldern auf,
sich aktiv für diese Ziele einzusetzen.
Dies kann geschehen:
- im akademischen Bereich durch die Qualifikation der Studierenden sowie
aufgreifen entsprechender Fragestellungen in der Forschung um so neues
Wissen und Erkenntnisse für Akademiker und die Gesellschaft zu
entwickeln;
- in der Beratung und Bildung von Familien und
Haus-Gemeinschaften, durch Vermittlung von Informationen und Wissen zur
Verbesserung der Deckung ihrer Grundbedürfnisse und ihres
Versorgungsbedarfs;
- im Unterrichtsfach Hauswirtschaft, welches
Schülern ermöglicht, ihre eigenen Ressourcen und Fähigkeiten zu
entdecken und weiterzuentwickeln, um sie in ihrem persönlichen Leben zu
nutzen oder in beruflichen Handlungs- und Entscheidungsprozessen
einzubringen;
- zur gesellschaftspolitischen Gestaltung durch
Entwicklung von Strategien zur Unterstützung und Förderung von
Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften bei allen Fragen und
Problemen der alltäglichen Daseinsvorsorge. Ziel ist es, neue Ideen und
Konzepte zu entwickeln und zu nutzen, um das private und allgemeine
Wohlbefinden zu fördern und eine nachhaltige Sicherung der Zukunft zu
ermöglichen.
Der IVHW fördert Schüler und Studierende sowie junge
Fachkräfte im Berufsfeld der Haushaltswissenschaft und Hauswirtschaft
durch sein Young Professionals Network (YPN). Es bietet Young
Professionals internationale Netzwerkmöglichkeiten und Aktivitäten in
internationalen Projekten.
Mit verschiedenen Aktivitäten
unterstützt der IVHW weltweit den Aufruf des UNO Generalsekretärs Ban
Ki-moon, dass die „Jungend unseren vollen Einsatz verdient –
vollständigen Zugang zu Bildung, adäquatem Gesundheitssystem,
Beschäftigungsmöglichkeiten, Finanzservice und vollständige
Partizipation am öffentlichen Leben.“ IVHW