Kurz & bündig

Die LAG
Ausbildung in der Hauswirtschaft

Gemeinsam statt einsam - Hauswirtschaft in Baden-Württemberg

Fachtagung der LAG Hauswirtschaft Baden-Württemberg am 27. Juni 2018 in Stuttgart

mit Grußwort von
Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha

Hier finden Sie den Flyer und können sich anmelden.


 


Von Anfang an - mit Qualität ausbilden

Von Anfang an - mit Qualität ausbilden

Bereits zum dritten Mal veranstaltete die LAG Hauswirtschaft Baden-Württemberg zusammen mit dem Projekt oikos des Diakonischen Werks Württemberg Expertennachmittage mit dem Ziel, die Ausbildung in der Hauswirtschaft zu professionalisieren. Nur alle Expertinnen und Experten der Hauswirtschaft - Ausbildende, Lehrkräfte und Ausbildungsberaterinnen - gemeinsam können eine gute und gemeinsam geschaffene Ausbildungsqualität erreichen.

Eine Veranstaltung fand im Rahmen der Oberschwabenschau am 16. Oktober 2017 statt (Fotos:Ursula Schukraft).

Materialien zu den Veranstaltungen


Minister betont Rolle der Hauswirtschaft im Berufemix

Minister betont Rolle der Hauswirtschaft im Berufemix

Eine Delegation aus den Vorsitzenden des Berufsbildungsaus-schusses Haus-wirtschaft, der Landesarbeitsge-meinschaft Hauswirt-schaft Baden-Würt-temberg und des runden Tisches Hauswirtschaft Ba-den-Württemberg hat sich Anfang Februar zu einem Fachgespräch mit Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha getroffen. Am Gespräch nahmen Andrea Baisch-Herrmann, Ursula Schukraft, Cornelia Schwab und Bernhard Slatosch teil.

Themen waren insbesondere die zunehmende Bedeutung der Hauswirtschaft in Baden-Württemberg bei gleichzeitigem hauswirtschaftlichem Fachkräftemangel und die 2015 begonnene „Ausbildungsoffensive Hauswirtschaft“. 

Im Kontext der Handlungsempfehlungen der Enquetekommission „Pflege in Baden-Württemberg zukunftsorientiert und generationengerecht gestalten“ betonte Minister Lucha die Bedeutung der Hauswirtschaft im professionellen Kompetenzmix von Care und Cure. Professionelle Hauswirtschaft fördert mit ihrer befähigenden Grundhaltung die natürliche und gesundheitsfördernde Gestaltung des Alltags und den Erhalt von Alltagskompetenzen. Sie trägt wesentlich zu einem gelingenden Versorgungsmix in der ambulanten und stationären Altenhilfe bei. Auch bei der Versorgung von Kindern und Heranwachsenden z.B. in Kindertagesstätten und Schulmensen ist professionelle Hauswirtschaft ein wesentlicher Bestandteil.

Der Minister begrüßte das Fortbestehen der aktiven Kooperation aller an der Hauswirtschaft beteiligten politischen Akteure in Form des rundes Tisches Hauswirtschaft Baden-Württemberg, der seit 2014 regelmäßig durch das Sozialministerium einberufen wird.  

Durch die gemeinsamen Aktivitäten im Rahmen der „Ausbildungsoffensive Hauswirtschaft“ ist die Zahl der Auszubildenden im Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin 2016 erstmalig wieder angestiegen. Eine Trendwende, die im Hinblick auf den künftigen Bedarf an hauswirtschaftlichen Fachkräften dringend notwendig ist und an deren Verstetigung weiter gemeinsam gearbeitet werden muss. Dazu bedarf es auch einer der Fachlichkeit entsprechenden Vergütung und einer konstanten Arbeit aller Beteiligten am öffentlichen Image der Hauswirtschaft.


Chancen für hauswirtschaftliche Fachkräfte: Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Baden-Württemberg begrüßt die neue Landespersonalverordnung 

Die neue Landespersonalverordnung bietet verbesserte Chancen für eine Stärkung des Fachbereiches Hauswirtschaft in den stationären Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe. Darauf macht die Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Baden-Württemberg (LAG HW) aufmerksam. Die novellierte Verordnung ermöglicht, die qualitative und die quantitative Fachkraftquote neu auszugestalten. Dies erlaubt den Einrichtungen, Personaleinsatz und Personalmix stärker zu flexibilisieren. Dadurch können neben anderem Fachpersonal auch ausgebildete Hauswirtschafterinnen im Pflege- und Betreuungsbereich eingesetzt werden. „Deshalb sollten hauswirtschaftliche Fachkräfte in einem zukunftsorientieren Personalmix von stationären Einrichtungen stärker berücksichtigt werden“, betont Cornelia Schwab, Vorsitzende der LAG HW. Hiersind die hauswirtschaftlichen Verbände, das Diakonische Werk Württemberg und die Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg zusammengeschlossen. 

Erstmals regelt die neue Landespersonalverordnung, dass in klassischen stationären Einrichtungen und Einrichtungen mit neuen Wohnkonzepten mit mehr als 30 Bewohnern die Qualität der hauswirtschaftlichen Versorgung durch eine Fachkraft sichergestellt werden soll. Begründet wird dies damit, dass die Hauswirtschaft wesentlich zum Wohlbefinden und zur Zufriedenheit der Bewohner beiträgt und deshalb in guter Qualität geleistet werden muss. Die Landesarbeitsgemeinschaft fordert deshalb die Träger von Einrichtungen und deren Leitungen auf,hauswirtschaftliche Fachkräfte bei der Personalbesetzung und der Entwicklung von Konzepten mit einzubeziehen. Detaillierte Informationen und Zahlenbeispiele finden Sie hier.


Neue Chancen durch die Personalverordnung für die Hauswirtschaft

Die neue Verordnung des Sozialministeriums zum Personaleinsatz (LPersVO) gilt für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Hilfe- und Unterstützungsbedarf und Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Die Verordnung ergänzt landesrechtlich die heimrechtlichen Regelungen des Gesetzes für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege (Wohn-,Teilhabe- und Pflegegesetz – WTPG).

Die LPersVO regelt die personellen Anforderungen an stationäre Einrichtungen mit dem Ziel, die Anforderungen so zu gestalten, dass in stationären Einrichtungen eine gute Betreuung und Pflege der Menschen, verbunden mit einem hohen Maß an Lebensqualität, Selbstbestimmung und Teilhabe gewährleistet ist.

Was ist grundsätzlich neu?

  • Die Verordnung formuliert andere Anforderungen an die Leitungspersonen.

  • Sie macht neue Besetzungsvorgaben für die Tages- und Nachtzeit.

  • Sie bietet neue Möglichkeiten für die Ausgestaltung der qualitativen und quantitativen Fachkraftquote.

  • Sie macht Vorgaben zur Qualität der hauswirtschaftlichen Versorgung und Betreuung.


Was ist neu für die Hauswirtschaft?

§ 7: Fachkräfte, Assistenzkräfte und sonstige Kräfte
Hier werden die in einer stationären Einrichtung tätigen Beschäftigten nach unterschiedlichen Qualifikationen differenziert. Es wird genau beschrieben, welche Berufsgruppen zu den Pflegefachkräften, zu den Fachkräften, zu Assistenzkräften und zu sonstigen Kräften zählen.

Für Pflegefachkräfte werden Aufgaben beschrieben, die ausschließlich von ihnen wahrgenommen werden können (z. B. Behandlungspflege). Weitere Aufgaben können auch durch Fachkräfte, die nicht zu den Pflegefachkräften zählen, durchgeführt werden. Dies ist vorgesehen durch Berufsgruppen, die in einer stationären Einrichtung ähnliche und/oder angrenzende Aufgabenfelder im Pflege-, Sozial- und Betreuungsbereich wahrnehmen.

Dazu zählen die Hauswirtschafter(in) und die Fachhauswirtschafter(in) (s. dazu Anlage 1 zu § 7 Absatz 3 LPersVO).

Nun besteht also die Möglichkeit, auch diese Berufe auf die Fachkraftquote anzurechnen. Dadurch ist eine größere Flexibilisierung in der Personalbesetzung möglich. Und vor allem sind damit Konzeptionen wie Hausgemeinschaften, gemeinsame Alltagsgestaltung durch hauswirtschaftliche Betreuung usw. besser umsetzbar.

Da Hauswirtschafter(innen) hauptsächlich in stationären Einrichtungen arbeiten, sind sie mit den Schnittstellen zu pflegerischen Leistungen durchaus vertraut. Ihre berufliche Grundausbildung, in der sie auch lernen, hauswirtschaftliche Betreuungsleistungen und Hilfe bei Alltagsverrichtungen zu erbringen, prädestiniert sie in der Auswahl der benannten Berufsgruppen.

§ 8: Abweichungen in der Fachlichkeit und Personalbesetzung
Eine Fachkraftquote von 50 Prozent der Beschäftigten für pflegende und sozial betreuende Tätigkeiten bleibt prinzipiell bestehen. Sie kann künftig aber flexibler gestaltet werden, wenn damit Vorteile für die Bewohner verbunden sind. Wenn die den Pflegefachkräften vorbehaltenen Tätigkeiten gut abgedeckt sind können andere Fachkräfte, wie z. B. Hauswirtschafterinnen (oder Heilerziehungspfleger, Pädagogen, Sozialarbeiter usw.) eingesetzt werden. Dann kann die Quote der Pflegefachkräfte von 50 Prozent  bis auf 40 Prozent fallen.

In diesem Fall wird zusammen mit hauswirtschaftlichen, therapeutischen und pädagogischen Fachkräften insgesamt die Fachlichkeit auf 60 Prozent erhöht. 

§ 13 Fachkräfte in der Hauswirtschaft
Dieser Paragraph bezieht sich auf die Forderung, die Qualität in der hauswirtschaftlichen Versorgung zu gewährleisten. Hier wurde nun erstmals festgeschrieben, dass in stationären Einrichtungen mit mehr als 30 Bewohnern durch den Einsatz einer hauswirtschaftlichen Fachkraft (mindestens 3-jährige Berufsausbildung im Bereich Hauswirtschaft mit staatlich anerkanntem Abschluss - also mindestens Hauswirtschafter/in) die Qualität in der hauswirtschaftlichen Versorgung sichergestellt werden soll.

Der Leistungsbereich der Hauswirtschaft trägt in den klassischen, aber auch in den neuen Wohnformen wesentlich zum Wohlbefinden und zur Zufriedenheit der Bewohner bei. Wenn Bewohner - wie z. B. in Hausgemeinschaften - in die hauswirtschaftlichen Arbeitsbereichen einbezogen werden kann im Rahmen einer aktivierenden Betreuung, Pflege und Versorgung ein stärkerer Bezug auf den Lebensalltag und die Normalität hergestellt werden. Da die hauswirtschaftliche Versorgung aber in der Verantwortung der stationären Einrichtung liegt, muss auch dafür Sorge getragen werden, dass die hauswirtschaftliche Qualität (z. B. Einhaltung von Hygienestandards bei der Zubereitung von Speisen) sichergestellt ist. Das gehört natürlich dann zu den Aufgaben der hauswirtschaftlichen Fachkraft.

Hier finden Sie die LPersVO und die Begründung:


Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege (WTPG)

Stellungnahme zum Entwurf der Gesetzes für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege (WTPG)

Die Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Baden-Württemberg hat am 8. August 2013 ihre Stellungnahme zum neuen Heimgesetz an das Sozialministerium übermittelt. Lesen Sie hier die Stellungnahme.